Kurzfristig entstehen Ausgaben für Sprachförderung und Beratung. Langfristig jedoch tragen Migrant*innen durch Arbeitsmarktintegration zur Stabilisierung der Sozialkassen bei. Eine vom Mediendienst Integration beauftragte Expertise weist aus: Migration entlastet langfristig die öffentlichen Haushalte – bei 200.000 Zuwanderungen pro Jahr um etwa 104 Mrd € jährlich. Migrant*innen leisten einen wichtigen Beitrag zum Arbeitsmarkt, zur Pflege, im Handwerk oder der Gastronomie. In Sachsen tragen sie zudem zur Fachkräftesicherung bei. Die Inanspruchnahme sozialer Leistungen hängt maßgeblich vom Aufenthaltsstatus und Zugängen zum Arbeitsmarkt ab – nicht von der Herkunft.
Politische Teilhabe ist ein wichtiger Bestandteil von Integration. Menschen, die dauerhaft in Sachsen leben, sollen auch mitbestimmen können – z. B. in Fragen der Stadtentwicklung oder Bildung. Beteiligung stärkt die Demokratie, verhindert Parallelstrukturen und fördert das Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen.
Parallelgesellschaften entstehen nicht durch Migration an sich, sondern durch fehlende Teilhabechancen, Diskriminierung und mangelnde Förderung. Wenn Zugewanderte faire Zugänge zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Mitgestaltung erhalten, gelingt Integration. Der Mediendienst entkräftet urban mythische Thesen (z. B. Sarrazin) und stellt fest: Kontakte zwischen migrantischen und nicht-migrantischen Gruppen entstehen alltäglich im Beruf, in der Nachbarschaft, im Freundeskreis. Genau daran arbeiten LaSMO e.V. und seine Mitgliedsorganisationen in Sachsen.
Integration ist eine Zukunftsinvestition. Jeder Euro, der in Bildung, Sprachförderung und Teilhabe gesteckt wird, zahlt sich langfristig durch soziale Stabilität und wirtschaftliche Teilhabe aus. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität hängen unmittelbar davon ab. Sprach- und Bildungsausgaben zahlen sich langfristig aus – durch bessere Arbeitsmarktintegration und mehr Steuereinnahmen. Zudem sind viele Maßnahmen gesetzlich verpflichtend – z. B. Integrationskurse oder Beratungsangebote gemäß Aufenthaltsgesetz.
Ja. Migration . In Sachsen engagieren sich Migrant*innen in Vereinen, gründen Unternehmen und beleben strukturschwache Regionen. Das zeigen zahlreiche Studien und Beispiele aus der Praxis von LaSMO-Mitgliedsvereinen.